Hochzinsanleihen: Chancen und Risiken von High Yield

Von Redaktion 10BONDS

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Kurz gesagt: Hochzinsanleihen, auch High Yield genannt, stammen von Emittenten mit einem Rating unter BBB- (bei Moody's unter Baa3). Sie zahlen höhere Kupons und Renditen, weil Anleger ein deutlich größeres Risiko tragen, dass der Emittent nicht zahlt.

Die Mehrrendite ist real, aber sie hat einen Grund. Ein Teil davon wird im Durchschnitt durch die Ausfälle aufgezehrt, die tatsächlich eintreten. Dieser Ratgeber erklärt, woher die zusätzliche Rendite kommt, welche Risiken sie begleiten und worauf Sie beim Vergleich achten sollten.

Warum rentieren Hochzinsanleihen höher?

Der Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen wie dem Bund, der Spread, entschädigt für drei Dinge: die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls, den erwarteten Verlust im Ausfall und die geringere Handelbarkeit der Anleihe. Kühlt sich die Konjunktur ab, weiten sich die Spreads schnell aus und die Kurse fallen. Hochzinsanleihen verhalten sich deshalb teilweise wie Aktien.

Die angezeigte Rendite ist also kein Maß dafür, was Sie verdienen werden, sondern dafür, was der Markt als Ausgleich für das Risiko verlangt.

Welche Risiken sind die wichtigsten?

  • Zahlungsausfall: das größte Risiko. Ein einziger Ausfall kann bei schlecht gestreutem Depot die Kupons mehrerer Jahre zunichtemachen.
  • Liquidität: Viele Emissionen sind klein und werden selten gehandelt; die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs kann groß sein.
  • Vorzeitige Kündigung: Viele Hochzinsanleihen sind kündbar. Fallen die Zinsen, kann der Emittent früher zurückzahlen, und die erwartete Rendite wird nicht erreicht.
  • Herabstufung: Eine weitere Ratingsenkung drückt den Kurs.

Diese Risiken treten oft gemeinsam auf: In einem Abschwung häufen sich Herabstufungen, die Spreads steigen und die Anleihen lassen sich schwerer verkaufen, alles zur gleichen Zeit.

Ist High Yield gleich High Yield?

Nein. Der Bereich BB liegt am nächsten am Investment Grade und hatte historisch deutlich weniger Ausfälle als die Bereiche B und CCC. Die Unterschiede sind groß: Die Tabelle zur Ausfallwahrscheinlichkeit nach Rating zeigt die S&P-Durchschnittswerte für jede Stufe.

Auf 10BONDS ist BB das niedrigste Rating, das Sie wählen können. Spekulativere Bereiche und Anleihen ohne Rating erscheinen nie in unseren Listen.

Wie vergleichen Sie Hochzinsanleihen sinnvoll?

Schauen Sie vor der Rendite auf Rating, Duration und Rang der Anleihe (vorrangig oder nachrangig). Vergleichen Sie den Spread mit dem ähnlicher Emittenten: Rentiert eine Anleihe deutlich höher als andere mit gleichem Rating, sieht der Markt ein besonderes Risiko. Wie Sie es einschätzen, erklärt der Ratgeber zum Kreditrisiko.

Bei kündbaren Anleihen ist die Rendite bis Fälligkeit nicht die einzige Zahl, die zählt: Auch die Rendite bis zum ersten Kündigungstermin ist wichtig.

Die Seite Hochzinsanleihen in Euro zeigt täglich die höchsten Renditen, eine Anleihe je Emittent. Zum Vergleich mit solideren Emittenten eignet sich die Seite Anleihen mit rund 5 % Rendite.

Wie viel Gewicht im Depot?

Das hängt von Ihrer Situation, Ihren Zielen und Ihrer Risikotragfähigkeit ab; diese Entscheidung treffen Sie am besten mit einer zugelassenen Beratung. Allgemein gilt: Je höher die angestrebte Rendite, desto wichtiger ist die Streuung über viele Emittenten. Steuerlich werden Zinsen und Kursgewinne in Deutschland wie bei anderen Anleihen grundsätzlich mit der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag erfasst.

Häufige Fragen

Bedeutet ein Ausfall immer einen Totalverlust?

Nein. Wie viel zurückfließt, hängt vom Rang der Anleihe und von Sicherheiten ab. Verluste können aber erheblich sein.

Jetzt ausprobieren: schieben Sie den Risiko-Regler bis BB und vergleichen Sie die Renditen. Zwei Regler, zehn Anleihen, unverbindlich.

Die Informationen dienen ausschließlich der Information und Bildung. Sie sind keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Renditen und Ratings können sich jederzeit ändern.

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Informations- und Bildungsinhalt, keine Anlageberatung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf. Renditen sind brutto und unverbindlich und können sich ändern. Anleihen können an Wert verlieren, Emittenten können ausfallen. Das Risiko 1-10 ist eine interne Einschätzung von 10BONDS, nur zur Information und kein Rating: Prüfen Sie offizielle Ratings bei den Agenturen, beim Emittenten und bei Ihrem Finanzberater. Risikohinweise · Methodik